Abfalllexikon

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A

Altpapier | Gehört zur Abfallgruppe: Papier. Pappe und Papier werden heute in der Regel aus Zellstoff oder aus Holzstoff hergestellt und zählen in Form von Altpapier und Altpappe mittlerweile zu den wichtigsten Rohstoffquellen in Europa. Wiederverwerten kann man unter anderm Blätter, Zeitungen, (Schul)hefte, Illustrierte, Prospekte, Bücher (ohne Einband), Papiertüten, Kataloge, Kartons, nichtselbstklebende Briefumschläge (auch Fensterkuverts), Schreibpapier, Thermopapier, Packpapier.
In die Restmülltonne gehören Papiere, die entweder verschmutzt oder mit anderen Materialien kombiniert sind, wie z.B. beschichtete Papiere wie Fotopapier, Postkarten, Backpapier, Tapeten, Wachspapier, selbstklebende Briefumschläge, selbstklebende Notizzettel, verschmutztes Papier, Spezialpapiere (wie Kohle- und Durchschreibepapier), Trägerpapier von selbstklebenden Folien, Hygienepapier (wie Windeln und Damenbinden), Akten aus Kunststoff.

Sie können ihr Altpapier in unserer Service-Station kostenfrei abgeben oder sich bei größeren Mengen einen Container von unserem Containerdienst bringen lassen.

Asbest
| Gehört zur Abfallgruppe: Gefährliche Abfälle.
Asbest brennt nicht; isoliert gegen Wärme, Kälte und Schall; ist säurefest; zugfest und elastisch. Beim Umgang mit schwachgebundenem Asbest (wie in Nachtspeicheröfen, alten Toastern, Haartrocknern, Bügeleisen, Warmhalteplatten oder Durchlauferhitzern) ist äußerste Vorsicht geboten.
Auch Asbestzement-Produkte aus festgebundenem Asbest wie Fassaden- und Welleternitplatten, Pflanzschalen oder Blumenkästen dürfen nicht geworfen, gebrochen oder zersägt werden. Bitte befeuchten Sie beim Umgang damit diese Abfälle und tragen Sie Handschuhe und eine Schutzmaske, denn freigesetzte Asbest- und Mineralfasern gefährden die Gesundheit wenn sie eingeatmet werden. Die mikroskopisch kleinen Teilchen sind im menschlichen Lungengewebe nicht mehr abbaubar, lösen Lungenschädigungen aus und können Lungenkrebs verursachen.

Relevant für Schadstoffsanierung für Abbruch-, Umbau- und Sanierungsarbeiten

B

Bauschutt | Gehört zur Abfallgruppe: Bauabfälle. Bauschutt sind mineralische Stoffe, die auf einer Baustelle anfallen: z.B. Steine, Mauerwerk, Mörtel und Beton. Müllentsorger unterscheiden oft zwischen Bauschutt und Baumischabfall. Die Entsorgungskosten für Baumischabfall (er beinhaltet z.B. verrottbare Materialien) sind sehr viel höher als die für Bauschutt. Weil Bauschutt nicht verbrennt, aber auch keine gefährlichen Stoffe enthält, kann er beispielsweise in zerkleinerter, aufbereiteter Weise im Straßen- und Wegebau wiederverwendet werden. Bei Abbrucharbeiten entstandene, wiederverwertbare Abfälle werden von uns zu 100% in den Wertkreislauf zurückgeführt. Unser Entsorgungssystem ist umfassend und lässt kein Teil unberücksichtigt.

Batterie | Batterien – auch die als umweltfreundlich gekennzeichneten – enthalten für die Umwelt gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber oder Cadmium. Zwar ist es seit 2001 verboten, Quecksilber in Batterien zu verwenden, es gibt aber noch immer noch viele Altbatterien, die das Schwermetall enthalten. Besonders schädlich für die Umwelt, aufgrund ihres Bleikerns und der in ihnen enthaltenen Säure, sind Autobatterien. Sinnvolle Alternativen sind wiederaufladbare Batterien oder solarbetriebene Elektrogeräte. Verbrauchte Batterien können Sie sammeln und in unserer E-Schott Batteriesammelstation kostenfrei abgeben. Bei größerem Bedarf stellen wir Ihnen auch gerne eine Sammelbox zur Verfügung.

Big Bag | Big Bags sind flexible Schüttgutbehälter für Laub oder Baumisch. In unserer Service-Station können Sie Big Bags bis 1m³ Fassungsvermögen, 1m² Grundfläche und ca. 2m² Platzbedarf kaufen.

C

Computer | Gehören zur Abfallgruppe: Elektro- und Elektronikgeräte. Computer bestehen zum einen aus wiederverwertbaren Materialien wie z.B. Edelmetallen, Mikrochips und Leiterplatten, zum anderen aus umwelt- und gesundheitsgefährdenden Komponenten, die wie Problemmüll entsorgt werden müssen (schwermetallhaltige Bildröhren und Leiterplatten, Kondensatoren oder nicht gekennzeichnete Kunststoffe, die mit hochgiftigen Flammschutzmitteln behandelt sind).
Computer und ähnliche Elektrogeräte werden bei uns manuell demontiert und nach Materialien sortiert. Siehe Abteilung E-Schrott.

Hinweis zum Datenschutz:
Denken Sie vor dem Entsorgen eines Computers oder Laptops daran, alle persönlichen Daten von der Festplatte zu entfernen.

D

Dämmmaterial | Gehört zur Abfallgruppe: Bauabfälle. Es dient zum einen in Form von Dämmwänden zur Schalldämpfung, zum anderen zur Wärmedämmung. Bekannte Dämmstoffe, sind Polystyrolschaum (Styropor) und/ oder Mineralwolle. Infolge von Faserabgaben und/ oder Ausdünstungen können Wärmedämmstoffe gesundheitliche Schäden verursachen.

Deponie
| Die Deponie ist eine Abfallentsorgungsanlage, in der Abfälle langfristig oberirdisch gelagert werden und die der Nachsorge bedarf.

Duales System | Als duales System bezeichnet man die haushaltsnahe Sammlung und Entsorgung von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland, gemäß den Vorgaben des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes.
>> Lesen Sie hier mehr

Duroplast | Duroplaste sind Kunststoffe, die im Gegensatz zu den Thermoplasten ihre Form und Festigkeit, sobald sie einmal ausgehärtet sind, auch unter Hitzeeinwirkung behalten. Bei Zimmertemperatur sind sie relativ hart und spröde und daher oft gegen Schlag und Stoß anfällig. Das im Vergleich zu Metallen geringere Gewicht, die Beschaffenheit und die wirtschaftliche Verarbeitung und Formgebung machen Duroplaste in vielen Bereichen der Technik zu idealen Werkstoffen.

E

Elastomere | Elastomere sind natürliche oder künstlich hergestellte verformbare Werkstoffe mit gummielastischen Eigenschaften. Sie finden Verwendung als Rohstoffe zur Herstellung von Dichtstoffen für Fugendichtungen, Versiegelungen oder Fugenbänder etc. Elastomere können bei Raumtemperatur elastisch auf mindestens ihre doppelte Länge gedehnt werden.

Elektronische Nachweis- und Begleitscheinverfahren | Seit dem 01.04.2010 ersetzt das Elektronische Nachweis- und Begleitscheinverfahren (eANV) die bisherigen Entsorgungsnachweise. Hier finden Sie mehr zum Thema eANV.

Energetisches Recycling | Siehe thermische Verwertung.

Entsorgungsnachweis | Gemäß Nachweisverordnung ein formales Nachweisverfahren für besonders überwachungsbedürftige Abfälle, bestehend aus
1. der verantwortlichen Erklärung des Abfallerzeugers, in der die Eigenschaften des Abfalls detailliert beschrieben werden und die Inhaltsstoffe in einer Deklarationsanalyse chemisch-analytisch angegeben werden,
2. der Annahmeerklärung des Abfallentsorgers, in der dieser die Zulässigkeit und Bereitschaft zur Abfallübernahme erklärt, und
3. der Bestätigung durch die zuständige Behörde, die den Entsorgungsweg als schadlos bzw. gemeinwohlverträglich und ordnungsgemäß bescheinigt.

F

Fensterrahmen | Gehören zur Abfallgruppe: Bauabfälle. Gebäudefenster aus den Materialien Aluminium oder PVC können Sie in größeren Mengen bei uns abgeben. PVC Rahmen enthalten Cadmium und Blei als Zusatzstoffe, die bei einer Verbrennung freigesetzt werden würden. Deswegen sammeln und schreddern wir die Rahmen. Der geschredderte Kunststoff kann anschließend wiederverarbeitet werden. Siehe Kunststoffverwertung.

Fernseher | Ausgediente Elektrogeräte, die mit Strom aus der Steckdose, aus Batterien oder Solarzellen betrieben werden sowie Neonröhren und Energiesparlampen dürfen gemäß dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz seit dem 24.03.2006 nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden. Denn neben wertvollen Rohstoffen enthalten Elektro- und Elektronikgeräte auch gefährliche Substanzen wie Quecksilber, Blei, Cadmium und viele andere Stoffe. Bei nicht fachgerechter Entsorgung, können sie Mensch und Umwelt gefährden.

Fernseher entsorgen wir für 7,90 €/ Stk. - mehr Informationen finden Sie hier.

G

Gartenabfälle | Gehören zur Abfallgruppe: Organische Abfälle/ Holz. Gartenabfälle existieren an sich nicht, denn in der Regel sind sie, wie alle organischen Abfälle kompostierbar. Hierzu zählen unter anderem Rasen- und Strauchschnitt, Laub und Zweige. Gartenabfälle und Stammholz können Sie in kleineren Mengen kostenfrei in unserer Service-Station abgeben.

Gefährliche Abfälle | Die Entsorgung dieser Abfallstoffe stellt hohe Anforderungen an die technischen Anlagen, die angewendeten Verfahren und die Dokumentation über den Verbleib der gefährlichen Abfälle.
Sonderabfall unterliegt obligatorisch der gesetzlichen Nachweispflicht; was bedeutet, dass Sonderabfall nur nach vorheriger behördlicher Genehmigung vom Abfallerzeuger zu einer zugelassenen Verwertungs- oder Beseitigungsanlage transportiert werden darf. Außerdem müssen die zuständigen Behörden des Abfallerzeugers sowie des Entsorgers über Zeitpunkt und Menge des verbrachten Sonderabfalls unterrichtet werden. Diese Abfallnachweisführung für gefährliche Abfälle erfolgt seit dem 1. April 2010 mit dem gesetzlich vorgeschriebenen elektronischen Abfallnachweisverfahren (eANV) nach der deutschen Nachweisverordnung (Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen)

Als gefährliche Abfälle gelten u.a.:
Abbeiz- und Holzschutzmittel, Asbest- und Mineralfaserprodukte, Asbesthaltige Haushaltsgeräte, Autobatterien, Batterien und Akkus, Blei, Chemikalien, Desinfektions- und Reinigungsmittel, Dispersionsfarbe flüssig, Farb- und Lackreste, angebrochene Gaskartuschen, Gifte und Laborchemikalien wie zyanid-, cadmium-, arsen- oder quecksilberhaltige Substanzen, Heizöl, Ink-Jet-Patronen, Laugen, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, Lösungsmittel, Medikamente, Öl- und fetthaltige Abfälle, PCB-Kondensatoren aus Waschmaschinen, Geschirrspülern, Dunstabzugshauben und Halterungen von Leuchtstofflampen, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, quecksilberhaltige Produkte, wie Energiesparlampen, Quecksilberdampflampen, Thermometer, Säuren und Salze, Spraydosen mit Restinhalt von Lacken und ähnlich giftigen Stoffen und alle Spraydosen, die das Treibgas FCKW enthalten, Tonerkartuschen und weitere.

Gelber Sack | In der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack werden die Verpackungsabfälle (Leichtverpackungen) mit dem Grünen Punkt aus Metall, Kunststoff und Verbundmaterialien gesammelt.
Dies sind beispielsweise: Trinkpäckchen, Konservendosen, Jogurtbecher oder Shampooflaschen.

Gutachten | Mehr Informationen hier.

H

Holz | Gehört zur Abfallgruppe: Holz und wird zur Entsorgung generell in drei Fraktionen aufgeteilt:
1. Baumschnitt und Wurzelstöcke gelten als Gartenabfall
2. behandeltes Altholz (z.B. Jägerzäune, Brandholz, Dachstühle, usw) gilt als Altholz, gefährlicher Abfall.
3. unbehandeltes Altholz (z.B. Möbel, Bretter aus dem Wohnbereich, Spanplatten, usw.) gilt als Altholz, ungefährlicher Abfall.
Dieses ungefährliche und damit wiederverwendbare Altholz wird bei Hirsch im Holzschredder zu Sägespänen verarbeitet und in verschiedenen Bereichen weiter genutzt.

Hausmüll / siehe Restmüll: AVV 200301

I

Insektenvernichtungsmittel | Zählen zu den gefährlichen Abfällen und dürfen nicht in der Restmülltonne entsorgt werden.

J

Jägerzaun | Zählt zu den gefährlichen Abfällen. Hölzer aus dem Außenbereich, die mit Holzschutzmitteln behandelt sind, fallen in die Kategorie der gefährlichen Abfälle. Die Hirsch Abbruch GmbH entsorgt fachgerecht alle Materialien, die bei einem Abbruch entstehen.

K

Kabel | Gehören zur Abfallgruppe: Metallschrott. Elektrokabel enthalten Wertstoffe wie Kupfer, Zinn und in geringerem Maße Aluminium. Der Anteil des wertvollen Metalls Kupfer ist besonders hoch.

Kühlschränke und Kühltruhen | Kühlgeräte wie Kühlschränke und Kühltruhen belasten die Umwelt durch erhebliche Mengen an Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff (FCKW). Die FCKW-haltigen Kältemittel sind ökologisch sehr bedenklich, da sie stark ozonabbauend wirken; deswegen sind FCKW–freie Kühlgeräte bei einer Neuanschaffung inzwischen Standard. Altgeräte, die noch auf dem Markt sind, müssen ebenso wie Klimaanlagen fachgerecht entsorgt werden.
Alte Kühlschränke und Kühltruhen werden von unserer Abteilung E-Schrott gegen eine Gebühr angenommen.

Kunststoffe | Gehören zur Abfallgruppe: Verpackungen, Restmüll. Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt. Die bekanntesten Kunststoffarten im Verpackungsbereich sind PE (Polyethylen), PS (Polystyrol) und PET (Polyethylenterphthalat). Da die vielen Kunststoffarten sehr unterschiedliche Eigenschaften haben, lassen sie sich als Mischung nur sehr schlecht wiederverwerten. Für höherwertige Recyclingkunststoffe ist eine Sortierung vor der Wiederverwertung notwendig.

Wir nehmen Kunststoffabfälle (Thermoplaste und thermoplastische Elastomere) sowohl aus der Industrie als auch aus Privathaushalten an. Kleinere Mengen können bei uns in der Ferdinand-Porsche-Straße 18 abgegeben werden. Für größere Mengen vor allem aus Industrie und Handwerk stellen wir gerne entsprechende Hirsch-Container vor Ort zur Verfügung.

Kupfer (Cu) | Gehört zur Abfallgruppe: Metallschrott. Kupfer ist als relativ weiches Metall gut formbar und zäh. Als hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung.

L

Leuchtstoffröhren | Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen brauchen bei gleicher Helligkeit weniger Energie als Glühbirnen. Sie enthalten jedoch kleine Mengen hochgiftiges Quecksilber.

Wir sammeln und entsorgen im Rahmen des Bundesprogramms Lightcycle Leuchtröhren – kostenlos!
Bitte liefern Sie die Röhren unverpackt und nicht gebündelt in einer der Hirsch-Annahmestellen ab.

M

Mehrwegsystem | Ein vorwiegend für Verpackungen aus Glas bestehender Kreislauf. In einem Mehrwegsystem werden gebrauchte Verpackungen (Getränkeflaschen, Kästen) vom Verbraucher über den Handel wieder an den Abfüller zurückgegeben, gereinigt, erneut befüllt und wieder verkauft. Beispiele für Mehrwegverpackungen sind Getränkeflaschen aus Glas oder Kunststoff oder auch Joghurtgläser. Das Duale System setzt sich für den Erhalt und den Ausbau von sinnvollen Mehrwegsystemen ein und die Verpackungsverordnung verlangt bundesweit eine Mehrwegquote von mindestens 72 Prozent im Getränkebereich. Der Gegensatz zur Mehrwegverpackung ist die Einwegverpackung.

Mischkunststoffe | Mischkunststoffe enthalten verschiedene Kunststoffsorten, die nur unter großem Aufwand getrennt werden können. Für Mischkunststoffe stehen alle Verwertungsoptionen zur Verfügung, der größte Teil wird allerdings zu Agglomerat veredelt und gelangt in das rohstoffliche, teilweise auch ins werkstoffliche Recycling.

Mischabfälle AVV 150106 | In den Mischabfall dürfen: Holz, Folien, Kehricht, Textilien, Stoffreste, Kunststoffe, Drucketiketten, Verbundmaterialien, Verpackungsmaterialien, Papier und Papiersäcke, Spielzeug ohne Elektronik.

N

Nickel-Cadmium-Akkumulatoren (NiCd-Akku) | sind wiederaufladbar und werden in fast allen tragbaren Elektro-Haushaltsgeräten eingesetzt. Sie sind auch in der Größe von Standardbatterien zu erhalten und können deshalb als Ersatz für nicht wiederaufladbare Batterien verwendet werden, allerdings enthalten NiCd-Akkus das giftige Schwermetall Cadmium und müssen daher über besondere Rücknahmesysteme gesondert entsorgt werden.

Bis in die 1990er Jahre hat sich der NiCd-Akkumulator zu der meistgebräuchlichen wiederaufladbaren Batterie im Endverbraucherbereich entwickelt. Zukünftig werden Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) und Lithium-Systeme mehr Bedeutung bekommen, da sie höhere Energiedichten aufweisen und keine umweltschädlichen Schwermetalle wie Cadmium enthalten.

O

Organische Abfälle | Organische Abfälle sind biologisch abbaubare Abfälle pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Sie werden auch als Bio-Abfall bezeichnet. Zu organischen Abfällen gehören Pflanzenabfälle, Klärschlamm, unbelastetes Holz und Speisereste. Bioabfälle kann man entweder auf dem eigenen Komposthaufen sammeln oder die spezielle Komposttonne nutzen, die von den Entsorgungsbetrieben in regelmäßigen Abständen geleert wird.

P

Polyethylenterephthalat (PET) | Abfallgruppe: Verpackungen. PET wird in vielen Formen verarbeitet und vielfältig eingesetzt. Zu den bekanntesten Verwendungszwecken zählt die Verarbeitung zu Textilfasern und die Herstellung von Kunststoffflaschen aller Art. Bedingt durch die Pfandregelung in Deutschland wird ein Großteil der PET-Flaschen über die Leergutsammelstellen der Wiederverwertung zugeführt. So gelangen etwa 30% der PET-Flaschen in einen „sortenreinen Stoffkreislauf“. In Aufbereitungsanlagen werden die PETs zerhackt, von Fremdstoffen gereinigt und zu Granulat aufbereitet. Aus diesem Material entstehen in einem Spritzgussverfahren neue Vorformlinge für Getränkeflaschen.

Polyvinylchlorid (PVC) | wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum meist verarbeiteten Kunststoff. Hart-PVC ist relativ steif und gegen Chemikalien wie Säuren, Laugen, Benzine, Alkohole und Öle beständig. Durch den Zusatz von Weichmachern erhält man das elastische Weich-PVC.
PVC wird als wenig umweltverträglich eingeschätzt, z.B. entsteht bei der Verbrennung von PVC Chlorwasserstoff, der Beton u. a. Werkstoffe angreift. Allerdings wurde ein umfangreiches Recyclingsystem von den PVC-Produzenten aufgebaut: Weich-PVC wird zu Tischdecken, Vorhängen, Fußbodenbelag u.a. verarbeitet, Hart-PVC zu Dachschindeln, Fassadenverkleidung u. ä..

PPK (Papier, Pappe, Karton) | AVV 150101. Siehe Altpapier.

Q

Quecksilber (Hg) | Quecksilber (Schwermetall) ist das einzige bei Raumtemperatur flüssige Metall, es besitzt eine geringere elektrische Leitfähigkeit als die meisten anderen Metalle. Im reinen Zustand ist es metallisch silberglänzend.
Es gehört zu den selten vorkommenden Metallen, trotzdem entweichen jährlich zwischen 55.000 und 180.000 Tonnen gasförmig aus natürlichen Quellen. Hinzu kommen 8.000 bis 38.000 t Quecksilber, die vom Menschen in die Umwelt freigesetzt werden. Die Dämpfe des Metalls sind gesundheitsschädlich. Schwermetalle wie Quecksilber (beispielsweise enthalten in Knopfzellenbatterien und Thermometern) können in der Umwelt nicht abgebaut werden und gelten deshalb als besonders problematisch.

R

Recycling | Rückführung gebrauchter Materialien (z. B. Verpackungen) in den Stoffkreislauf zum Zweck der Ressourcenschonung. Unter Recycling versteht man den Prozess des Veredelns und stofflichen Verwertens von gesammelten und sortierten Materialien. Die Vorteile bestehen in der Verminderung der Abfallmenge und der Schonung knapper werdender Rohstoffe. Die drei Grundformen des Recyclings sind die Wiederverwendung, die werkstoffliche Verwertung und die rohstoffliche Verwertung.

Wiederverwendung - erneute Nutzung eines Produktes ohne Änderung von Form und Material
Werkstoffliche Verwertung - der Wertstoff wird ohne Änderung seines chemischen Aufbaus als solcher verwertet
Rohstoffliche Verwertung - das Material wird durch chemische Veränderung in einen Rohstoff zurückgewandelt

Restmüll AVV 200301 | Als Restmüll wird die Summe aller Abfälle bezeichnet, die wegen Verunreinigung oder Vermischung keiner der getrennt zu sammelnden Abfallfraktionen (Altpapier, Altmetall, Altglas, Bioabfall, Leichtverpackungen, Altholz, Elektroschrott, Gefahrstoffe etc.) zugeordnet werden kann. Dazu gehören zum Beispiel Windeln, verbrauchte Filzstifte oder Kugelschreiber, Staubsaugerbeutel, nicht mehr zu reparierendes Spielzeug oder Tapetenreste. Diese Abfälle werden in der Restmülltonne gesammelt und in der Müllverbrennungsanlage verbrannt.

Im Gegensatz zu beispielsweise Biomüll, muss Restmüll kostenpflichtig entsorgt werden. Für eine Beratung zum Thema Einsparungspotentiale und Reduktion von gewerblichem Restmüll finden Sie hier mehr Informationen.

S

Schwermetalle | Zu den Schwermetallen zählt man ca. 60 Metalle mit einer Dichte >4,5g /cm³. Einige Schwermetalle dienen Mensch, Tier und Pflanze als unentbehrliche Spurenelemente, wie Eisen, Kobalt, Nickel, Mangan, Zink, Kupfer und Molybdän, andere belasten die Umwelt, wie Cadmium, Blei, Quecksilber, Chrom. Schwermetalle gelangen als Emission über den Wasser- oder Luftweg in die Umwelt und stellen teilweise schleichende Gefahren für die menschliche Gesundheit dar.

Sortieranalysen | Mehr Informationen hier.

Stoffliche Verwertung | Siehe Rohstoffliche Verwertung.

T

Thermische Verwertung (energetisches Recycling): Kunststoffabfälle werden unter Nutzung der dabei entstehenden Wärmeenergie verbrannt. Diese Verwertung ist kostengünstig, es können aber giftige Produkte entstehen, sodass eine Abgasreinigungsanlage notwendig ist.

Thermoplaste | Thermoplaste sind Kunststoffe, die sich unter bestimmten Temperaturen verformen lassen. Die Verformung kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis zum Schmelzpunkt beliebig oft wiederholt werden.

U

Umweltministerkonferenz | Die Umweltministerkonferenz ist eine Fachministerkonferenz für Umweltpolitik, in der die Umweltministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren des Bundes und der Länder mit Stimmrecht vertreten sind. Die Beschlüsse der Konferenz in Sachfragen entfalten keine unmittelbare Rechtswirkung. Sie dokumentieren jedoch den gemeinsamen umweltpolitischen Willen, der für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft wichtig ist.

Unbehandelte Abfälle | Abfälle, die nicht durch bestimmte Stoffe wie beispielsweise Weichmacher oder Schutzmittel behandelt wurden.

V

Verbundverpackungen | Abfallgruppe: Verpackungen. Bei Verbundmaterialien sind verschiedene Wertstoffe – also zum Beispiel Kunststoffe, verschiedene Papiere und Aluminium – miteinander kombiniert und vollflächig miteinander verbunden, sodass sie sich nicht von Hand trennen lassen. Verpackungen aus Verbundstoffen sind leicht und werden meistens für flüssige Lebensmittel, insbesondere Getränke (Getränkekartonagen bestehen aus Karton, dem Kunststoff Polyethylen und evtl. Aluminium) eingesetzt. Recyclingprodukte sind zum Beispiel Hygienepapiere und Wellpappen-Rohpapiere.

VE-Register | Internet-Portal der Industrie-und Handelskammern und des DIHK e.V. für die Hinterlegung der Vollständigkeitserklärung (VE) gemäß der Verpackungsverordnung.

Verpackungsverordnung | Die am 12. Juni 1991 in Kraft getretene Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen (VerpackV) wurde im Sommer 1998 novelliert. Unter anderem schreibt sie eine Rücknahme– und Verwertungspflicht für Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen vor, legt Verwertungsquoten fest und formuliert ausdrücklich den Schutz und den Ausbau von Mehrwegsystemen. Die Verordnung bezweckt, den Verpackungsabfall auf den Mülldeponien drastisch zu verringern und einen Kreislauf für Wertstoffe zu organisieren, der Ressourcen sparen hilft.

Vollständigkeitserklärung | eine Erklärung über alle in Verkehr gebrachen materialspezifischen Verkaufsverpackungsmengen. Betroffen sind Unternehmen, die Erstinverkehrbringer von verpackten Waren (und somit lizenzierungspflichtig) sind und bestimmte Jahresmengenschwellen an Verpackungen – aufgeteilt nach Materialarten – gemäß § 10 VerpackV überschreiten.
Weitere Informationen zur Vollständigkeitserklärung finden Sie hier.

W

Weißblech | ist ein dünnes kaltgewalztes Stahlblech, dessen Oberfläche mit Zinn beschichtet ist. Weißblech ist zu 100 Prozent recyclebar und kann beliebig oft ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden. Die Weißblechdose ist neben dem Glasbehälter der Klassiker unter den Langzeitverpackungen. Weißblechverpackungen und -verschlüsse (z.B. Kronenkorken) lassen sich mit Magneten sehr leicht von den übrigen Verpackungsabfällen trennen.

Werkstoffliches Recycling | Kunststoffverwertungswege zur Herstellung neuer Produkte aus Kunststoff. Die Kunststoffabfälle werden zunächst zu Granulat zerkleinert, danach eingeschmolzen und zu neuen Formen verarbeitet. Bekannte Verfahren sind die Extrusion und die Intrusion, das Press- und das Spritzgießverfahren sowie das Folienblasen.

X

Y

Ytong | Abfallgruppe: Bauschutt, Bauabfälle. Ytong ist die Markenbezeichnung für Gasbeton: leichtes, meist weißes poröses Baumaterial in Quaderform.

Z

Zentrifugensortierung | Sortierverfahren für Kunststoffe, ähnlich den Schwimm, Sink- oder Hydrozyklonverfahren, die zerkleinerte Kunststoffverpackungen in eine Leicht- und eine Schwerfraktion trennen. Benutzt wird eine Zentrifuge, die mit beschleunigtem Wasser gefüllt ist.

Zink | Zink ist ein bläulichweiß glänzendes, sprödes, unedles und in hoher Konzentration giftiges Metall, das vor allem zum Schutz vor Korrosion (Verzinkung), aber auch zur Herstellung von Blechen verwendet wird. Zink gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen und ist Bestandteil zahlreicher Enzyme.